Was ist Elternschule?

Im Rahmen der erzieherischen Hilfe ist Elternschule ein wöchentlich stattfindendes Gruppenangebot  für  Eltern und andere Erziehungsberechtigte. 

Die Elternschulgruppen finden dienstags und mittwochs von 10:00 - 12:00 Uhr statt. Jede Elternschulgruppe wird von zwei Mitarbeiterinnen geleitet / begleitet. Schwerpunkt ist das gemeinsame Lernen sowie der Erfahrungsaustausch. Die Eltern sind Lehrende und Lernende zugleich. Dies fördert das eigene Selbstbewusstsein und die Erziehungskompetenz. Ergänzt wird das Gruppenangebot durch eine aufsuchende erzieherische Einzelfallhilfe bei der es u. a. um eine beraterische und handlungsorientierte Unterstützung bei der Umsetzung der Inhalte der Gruppenangebote im konkreten Erziehungsalltag geht. Parallel zur Elternschule wird eine qualifizierte Kinderbetreuung angeboten. 

Unsere Ziele

  • Auf- und Ausbau der individuellen Erziehungskompetenz
  • Wahrnehmung eigener Fähigkeiten und Grenzen in Verbindung mit der Reflektion der eigenen elterlichen Rolle und des Erziehungsverhaltens
  • Förderung und Stabilisierung der Bindung zwischen Eltern und Kindern
  • Stärkung der Selbsthilfepotentiale von Kindern und deren Familien, z.B.in Krisensituationen
  • Entwicklungsförderung von Mädchen und Jungen z. B durch Kenntnisse altersgemäßer Angebote
  • Sicherstellung des Kindeswohls
  • Aufhebung von Isolation

Wichtige Themen der Elternschule

  • Pädagogische Grundlagen (Werte und Erziehungsziele, Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, Regeln und Grenzen, konsequente und wertschätzende Erziehungshaltung, Rituale, Erziehungsstile, Entwicklungsphasen und   
  • Entwicklungsförderung, Bedürfnisse der Kinder und Eltern, etc. )
  • Gesundheit und Ernährung (Kinderkrankheiten, Sauberkeitserziehung, Einschlafrituale, gesunde und preiswerte Ernährung, etc.)
  • Organisation des Alltags mit Kinder
  • Altersentsprechende Förderung und Bildung der Kinder
  • Entwicklungsfördernde Erziehung im Elternhaus, Tageseinrichtungen und Schule
  • Erkennen eigener Bedürfnisse der Familienmitglieder durch Selbsterfahrung

Zwischen den Gruppen besteht eine Durchlässigkeit für themenbezogene Kleingruppenarbeit und gemeinsame Aktivitäten und Freizeitgestaltung. Bei Bedarf wird die Familie unterstützt, geeignete Fördermaßnahmen in Anspruch zu nehmen. 

Die Hilfe ist beim zuständigen Jugendamt Ihres Wohnortes zu beantragen und für die Familien kostenfrei.